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Das Thema Color Management ist eine wichtige Sache im Druckprozess, beginnend von der Monitor Kalibrierung, über Digitalproofs bis zum Offsetdruck oder auch Digitaldruck. Ein farbsicherer Prozess ist aber nicht so trivial, wenn es um den Druck von Briefpapier, Flyern und Visitenkarten geht, wie man sich das wünschen würde.
Unterschiedliche Geräte und Druckmaschinen haben verschiedene Farbräume und technische Voraussetzungen. Ein Monitor arbeitet nach additiver Farbmischung und im RGB-Modus, d.h. Rot, Grün und Blau ergeben zusammen Weiß. Der Offsetdruck dagegen arbeitet mit der subtraktiven Farbmischung im CMYK-Modus, das bedeutet, dass Cyan, Magenta und Yellow zusammen (theoretisch) Schwarz ergeben. Da Druckfarben aber nicht ganz rein sind und nicht intensiv genug für ein Tiefschwarz, wird separat noch in einem weiteren Farbwerk Schwarz gedruckt. "K" steht dabei für Key oder Keycolor, also sozusagen der Schlüssel für einen guten Druck.
Beim Visitenkarten und Briefpapier gestalten muss man insbesondere darauf achten, dass diese Druckprodukte auf Naturpapier gedruckt werden. Farbe auf Naturpapier wirkt deutlich stumpfer und weniger intensiv als auf gestrichenen Papieren. Deshalb kommen dafür auch spezielle Farbprofile zum Einsatz, die ermöglichen sollen, dass ein Briefpapier Design farblich trotz des unterschiedlichen Papiers z.B. zu der Gestaltung von Flyer und Prospekten passt.
Ein großes Missverständnis gibt es übrigens weitreichend bei der Bezeichnung Fogra-Standard und Euroskala. Erstens gibt es keinen Fogra-Standard, sondern nur einen Standard, den die Fogra zusammen mit dem Bundesverband Druck&Medien erarbeitet hat und dieser heißt Prozessstandard Offsetdruck. Und zweitens gibt es keine Euroskala, sondern nur Farben der ISO-Skala, sprich der ISO Norm. Der Begriff Euroskala wurde einmal fälschlicherweise von der veralteten Europaskala übernommen, die wiederum als Begriff geprägt wurde, für einen früheren Farbstandard in Europa gegenüber dem amerikanischen Standard.
Trotz allen Versuchen der Standardisierung, ist der Farbprozess gerade für den Grafik-Designer und damit letztendlich für den Kunden immer noch ein unsicherer Vorgang. Man weiß im Vorfeld nie absolut sicher, wie die Farben auf Briefpapier und Flyer später aussehen wird.
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