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Wie es sich bereits aus dem Namen erahnen lässt, geht die Geschichte der Dessous auf die Franzosen, hier auf den Anfang des 18. Jahrhundert zurück. Wahrscheinlich stammt auch der Spruch: „Schönheit muss leiden“ aus dieser Zeit. Denn die damaligen Modelle ließen Frauen, die ihre Figur reizvoll betonen wollten, doch sehr leiden. Der Hauch vom Nichts war zu dieser Zeit zwar noch nicht so sehr ausgeprägt, doch zeigen Bilder und Gemälde davon, dass man auf dem besten Weg war, dort, wo Dessous Heute sind, hinzukommen.
Als die Reizwäsche ihren Anfang nahm, war sie eigentlich dafür gedacht, Biedermeierfrauen wie Puppen, zart, schlank und zerbrechlich, darzustellen. Diese Frauen ließen sich zu dieser Zeit in Korsetts und Tornüren regelrecht einschnüren. Doch ziemlich schnell kam man dahinter, dass das Schnüren eines Mieders, oder Korsetts sehr viel Zeit und Übung in Anspruch nahm, also wurden diese Wäschestücke weiterentwickelt. Die ersten Korsetts mit integrierten Metallösen erschienen bereits 1828. Knapp 40 Jahre später wurden die Tornüren zu einem sehr beliebten Wäschestück. Eine Tornüre bildete einen „falschen Hintern“. Die Damen merkten schnell, dass dies den Männern beinahe den Verstand rauben konnte. Ab dieser Zeit wurden die Dessous immer mehr verfeinert und weiterentwickelt. Ein kleines, aber trotzdem unangenehmes Problem stellte das Gewicht der Unterwäsche dar. Knapp 2,5 Kg Unterwäsche trugen damals die Frauen unter ihren Kleidern. Trotz Proteste in der Frauenwelt, hat sich in Sachen Unterwäsche leider nicht viel geändert, denn die Wäschestücke, die man zu dieser Zeit trug, waren mehr als nur unbequem. Erst die Jahrhundertwende und die ersten 20 Jahre danach brachten leichtere und bequemere Dessous auf den Markt, die den heutigen Modellen zunehmend ähnlich sahen.
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